Amt für Militär, Feuer- und Zivilschutz (AMFZ)
«Für Schutz, für Vertrauen, für Sie!»
Im Sicherheitsdepartement des Kantons Schwyz ist das AMFZ das Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für den Schutz der Bevölkerung. Es führt unter einem Dach die militärische Verwaltung, das Feuerschutzwesen, den Zivilschutz inklusive der Schutzbauten und die Katastrophenhilfe. Damit deckt und koordiniert es grosse Teile der Prävention wie auch die Bewältigung ausserordentlicher Lagen ab – von Naturkatastrophen und technischen Grossereignissen bis hin zu sicherheitspolitischen Krisen.
Aufgrund dieser Aspekte ist der kantonale Führungsstab dem Amt angegliedert. Zu dessen Gunsten führt das Amt Gefährdungsanalysen durch, stellt die Alarmierung mittels Sirenen sicher und sorgt gemeinsam mit seinen Bereichen und Partnerorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen für eine wirksame Krisenbewältigung. Mit klaren Strukturen, fachlicher Kompetenz und enger Zusammenarbeit gewährleistet das AMFZ die Sicherheit, Einsatzbereitschaft und Handlungsfähigkeit des Kantons – im Alltag wie in ausserordentlichen Situationen.
Militär – «Für Heute, Morgen und in Zukunft»
In der Abteilung Militär sind die Aufgaben rund um die Erfüllung der Militärpflichten, die Verwaltung der Dienstpflichtigen sowie die organisatorische und materielle Unterstützung der Dienstleistenden gebündelt. Drei zentrale Bereiche bilden den administrativen und logistischen Rahmen: die Retablierungsstelle, das Kreiskommando und die Verwaltung des Wehrpflichtersatzes.
Die Retablierungsstelle (früher Zeughaus) ist die Anlaufstelle für die persönliche Ausrüstung der Dienstpflichtigen. Sie versorgt Angehörige der Armee und des Zivilschutzes mit der notwendigen Bekleidung und Ausrüstung und übernimmt deren Ausgabe, Rücknahme, Pflege und Instandstellung während der Dienstzeit.
Das Kreiskommando ist Ansprechpartner für sämtliche militärdienstlichen Belange. Es begleitet die dienstpflichtigen Personen vom Eintritt in den Militärdienst bis zur Entlassung aus der Dienstpflicht. Im Auftrag des Bundes wird zudem die Wehrpflichtersatzabgabe (WPE) erhoben – eine bundesrechtlich geregelte Geldleistung von Schwyzer Staatsbürgern, die keinen Militär-, Zivildienst oder Zivilschutz leisten.
Feuer – «Schutz durch Beratung, Ausbildung und Kontrolle»
Der Feuerschutz fasst den präventiven und den abwehrenden Brandschutz zusammen und bildet eine zentrale Säule des Schutzes gegen Brandgefahren. Der präventive Brandschutz regelt und kontrolliert die baulichen, technischen und organisatorischen Massnahmen, die das Risiko eines Feuers minimieren und dessen Folgen begrenzen. Bereits in der Bauplanung müssen brandschutzrelevante Aspekte berücksichtigt und ein Brandschutzkonzept erstellt werden – etwa Brandabschnitte zur Begrenzung der Brandausbreitung, die Ausgestaltung von Flucht- und Rettungswegen oder technische Brandschutzmassnahmen.
Das Feuerwehrinspektorat ist die Fachstelle für das Feuerwehrwesen im Kanton und nimmt eine Scharnierfunktion zwischen kantonaler Behörde, Gemeinden und Feuerwehren wahr. Es begleitet, überwacht und entwickelt das Feuerwehrwesen fachlich weiter, damit die Feuerwehren nicht nur für klassische Brandbekämpfungen, sondern auch für komplexe Einsätze wie technische Hilfeleistungen, Elementarereignisse oder Einsätze mit Gefahrstoffen auf dem aktuellen Stand der Technik sind.
Zivilschutz – «Gemeinsam stark – Sicherheit für Alle»
Die Ausbildung im Zivilschutz ist praxisorientiert und funktionsspezifisch aufgebaut: In einer Grundausbildung werden die Schutzdienstpflichtigen modular auf ihre Funktion vorbereitet. Die einzelnen Funktionen sind klar definiert:
- Führungsunterstützer: unterstützt die Führung bei der Lageverarbeitung (Informationsbeschaffung, -auswertung und -verbreitung) und bedient die Telematikmittel.
- Betreuer: hilft bei der Evakuierung und Betreuung gefährdeter, schutz- und hilfsbedürftiger Personen und übernimmt einfache Arbeiten in der Pflege.
- Pionier: bedient die Geräte des Pionierzugs und sorgt bei zerstörter Infrastruktur für Schadenminderung, Überbrückung und Instandstellung.
- Materialwart: ist zuständig für Unterhalt, kleinere Instandsetzungen sowie die Bereitstellung von Material und Geräten.
- Infrastrukturwart: hält die technischen Einrichtungen in den Schutzanlagen und öffentlichen Schutzräumen funktionstüchtig und einsatzbereit.
- Koch: sorgt für die Zubereitung und Herausgabe von Mahlzeiten für eine grössere Anzahl Personen.
Nach Abschluss der Grundausbildung absolvieren alle Angehörigen des Zivilschutzes regelmässig Wiederholungs- und Spezialistenkurse. Im Einsatz arbeitet der Zivilschutz eng mit den Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes zusammen.
Weitere Informationen: sz.ch – Amt für Militär, Feuer- und Zivilschutz.


