Natur & Seen

Wägital und Wägitalersee

Wer Ruhe sucht, findet sie im Wägital. Das abgeschiedene Tal hinter Siebnen steigt sanft an bis zum Wägitalersee, einem Stausee, der von steilen Bergflanken umrahmt ist. Kein Massentourismus, keine Bergbahnen, dafür Natur, Ruhe und stille Wanderwege.

Boote am Ufer des Wägitalersees im Wägital

Sehenswertes im Wägital

  • Wägitalersee: Der Rundweg um den See misst 13 Kilometer, ist flach und auch mit Kindern machbar. Badeplätze gibt es entlang des Ufers.
  • Staumauer Schräh: Zwischen 1922 und 1924 gebaut, war sie bis 1929 die höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Der Blick von der Krone ins Tal ist eindrücklich.
  • Innerthal: das einzige Dorf am See, mit Kirche und Gasthäusern.
  • Bergwanderungen: Vom Talende führen Wege auf das Bockmattli, den Zindlenspitz und über den Schwyzer Höhenweg.
  • Fischen: Der See ist bei Anglern beliebt, ein Patent ist nötig.

Ein Dorf, das dem See wich

Als in den 1920er-Jahren die Staumauer Schräh gebaut wurde, verschwand das alte Innerthal in den Fluten. Kirche, Häuser und Höfe wurden aufgegeben, das Dorf weiter oben neu errichtet. Wer heute am Ufer steht, blickt also auf eine Landschaft, unter der ein Stück Talgeschichte liegt.

Die Staumauer selbst ist ein Bauwerk von historischem Rang. Für kurze Zeit war sie die höchste Gewichtsstaumauer der Welt, und sie hat den Charakter des Tals grundlegend verändert. Von der Krone aus fällt der Blick weit hinunter ins Wägital.

Wandern und Ruhe

Das Wägital ist ein Tal ohne Bergbahnen und ohne grosse Ferienanlagen. Wer hierher kommt, kommt zum Gehen, zum Schauen und zum Nichtstun. Der Rundweg um den See ist die einfachste Variante, weitgehend flach und mit vielen Plätzen zum Verweilen am Ufer.

Anspruchsvoller wird es am Talende. Von dort führen Bergwege hinauf zum Bockmattli mit seinen markanten Felstürmen, auf den Zindlenspitz und weiter auf den Schwyzer Höhenweg. Diese Touren verlangen Kondition und Trittsicherheit, belohnen aber mit einer Bergwelt, in der man auch an schönen Tagen wenigen Menschen begegnet.

Am eindrücklichsten ist das Tal an ruhigen Herbstmorgen, wenn der Bergwald sich färbt und der See spiegelglatt liegt. Weil die Flanken steil sind, kommt die Sonne im Spätherbst und Winter nur kurz auf den Talboden.

Tipp: Im Herbst, wenn sich der Bergwald färbt und das Wasser spiegelglatt liegt, ist das Wägital am schönsten.

Anreise

Bus ab Siebnen-Wangen nach Vorderthal und Innerthal. Mit dem Auto ab Siebnen, Parkplätze am See.

Die Strasse ins Tal ist schmal und kurvenreich, an schönen Wochenenden entsprechend gut befahren. Parkplätze gibt es bei Innerthal und entlang des Sees; sie sind an Sommertagen früh besetzt. Mit dem Bus ist man flexibler und kann die Wanderung als Strecke statt als Runde planen.

Öffentlicher Verkehr: Bahn bis Siebnen-Wangen, Bus bis Innerthal.

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