Natur & Seen

Lauerzersee

Klein, warm und überraschend ruhig: Der Lauerzersee ist der Geheimtipp unter den Schwyzer Seen. Eingebettet zwischen Rigi, Rossberg und den Mythen bietet er auf gut drei Quadratkilometern Badeplätze, ein Naturschutzgebiet mit reicher Vogelwelt und mit der Insel Schwanau ein romantisches Wahrzeichen.

Der Lauerzersee mit der Insel Schwanau und den Mythen im Hintergrund

Was Sie am Lauerzersee erleben können

  • Baden: Das Seebad Lauerz und das Strandbad Seewen gehören zu den wärmsten Badestellen der Zentralschweiz.
  • Rundwanderung: Der flache Rundweg um den See von gut elf Kilometern ist auch für Familien mit Kinderwagen geeignet.
  • Insel Schwanau: Auf der Insel stehen eine Burgruine und eine Kapelle, im Sommer lädt ein Restaurant zum Verweilen.
  • Naturschutzgebiet Sägel: Schilfgürtel und Flachmoore am Ostufer sind ein Paradies für Vogelbeobachter.
  • Wassersport: Stand-up-Paddling, Ruderboote und Pedalos lassen sich mieten.

Ein flacher See, der schnell warm wird

Der Lauerzersee ist wenig tief, und genau das macht ihn aus. Die Sonne erwärmt das Wasser rasch, weshalb hier oft gebadet wird, wenn die grossen Nachbarseen noch kühl sind. Zugleich wächst am Ufer ein breiter Schilfgürtel, der dem See sein stilles, fast verwunschenes Gesicht gibt.

Das Naturschutzgebiet am Ostufer gehört zu den wichtigen Feuchtgebieten der Zentralschweiz. Röhricht, Riedwiesen und Flachwasser bieten Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, im Frühling und Herbst rasten hier Zugvögel. Beobachtungsmöglichkeiten gibt es vom Weg aus; die Schutzzonen selbst bleiben unbetreten, und Hunde gehören an die Leine.

Die Insel Schwanau und ihre Geschichte

Auf der kleinen Insel Schwanau stehen die Reste einer Burg, die im frühen 14. Jahrhundert zerstört wurde, sowie eine Kapelle. Um den Turm ranken sich Sagen aus der Zeit der Schwyzer Freiheitskämpfe, die im Kanton mit Hingabe weitererzählt werden.

Der See selbst erlebte 1806 sein dramatischstes Kapitel. Als der Bergsturz vom Rossberg ins Tal fuhr, stiess ein Teil der Schuttmassen in das Wasser und löste eine Flutwelle aus, die das gegenüberliegende Ufer traf. Wer heute den Rundweg geht, bewegt sich streckenweise über die Ablagerungen jenes Ereignisses.

Tipp: Nach dem Bergsturz von Goldau im Jahr 1806 erreichte eine Flutwelle den See. Die Geschichte dazu erzählt der Natur- und Tierpark Goldau gleich nebenan.

Anreise

Bahn bis Arth-Goldau oder Schwyz, dann Bus nach Lauerz oder Seewen. Parkplätze beim Seebad.

Der Rundweg lässt sich an jedem Punkt beginnen und in beide Richtungen gehen. Er ist flach, gut ausgebaut und weitgehend kinderwagentauglich, führt aber teilweise nahe an der Strasse entlang. Die schönsten Abschnitte liegen am Süd- und Ostufer, wo der Weg durch das Schilf und über die Riedwiesen führt.

Öffentlicher Verkehr: Bahn bis Arth-Goldau, Bus bis Lauerz. Oder Bahn bis Schwyz und zu Fuss ans Ufer bei Seewen.

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